Ziel
Exegese
Aussagen Bibeltext
Aussagen Liedtext
Verkündigung
Ablauf
Liedtext Feel
Ziel
Wahre Liebe gibt es nur bei Gott. In der Bibeltime soll deutlich werden, dass die göttliche Liebe (Agape) anders ist. Diese Liebe soll durch uns hindurchscheinen, jeder soll erkennen, dass wir Jesu Jünger sind.
Exegese
1. Zum Evangelium des Johannes
Das vierte Evangelium des NT nach Martin Luther ist das einzige, zarte, rechte Hauptevangelium und den anderen dreien weit vorzuziehen und höher zu heben (Vorrede zum NT, 1522). Das Ziel des Johannesevangeliums ist in seinem letzten Satz (20,31) als Zusammenfassung des ganzen Berichts ausdrücklich angegeben: ”Diese Zeichen aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.”
Johannes unterscheidet sich deutlich von den drei synoptischen Evangelien, auch wenn es zu diesen mehrfach und offenbar beabsichtigt eine unverkennbare Nähe aufweist. Zu datieren ist dieses Evangelium auf das Ende des 1. Jh. Es ist damit das letzte Evangelium. Es setzt die anderen Evangelien als bekannt voraus. Johannes selbst nennt keinen Verfassernamen. Im Nachtragskapitel 21 wird jedoch “der Jünger, der dies alles bezeugt und aufgeschrieben” (V24), von den Verfassern dieses Nachtrags (wir V24), als der Jünger bezeichnet, ”den Jesus lieb hatte” und der beim Abendmahl an Jesu Brust gelegen hatte. Diese Bezeichnung wurde mehrheitlich auf den Apostel Johannes gedeutet.
Das Evangelium will Glauben wecken. Es werden dort viele Begegnungsgeschichten erzählt.
2. Agape (griechisch = göttliche, selbstlose, schöpferische Liebe - nicht sinnliche Liebe)
Es gibt etwas Unvergleichliches, eine vollkommene Gabe: die Agape, Liebe, die von Gott kommt. Sie ist als Gottes ureigener Wesenszug nur da wirksam, wo sein Geist die Herzen der Menschen regiert (vgl. Röm 5,5; 15,30; Gal 5,22). Wenn diese Liebe nicht vorhanden ist, dann sind auch die besten Gaben und Funktionen wertlos. Egoismus, Machttrieb, Ehrgeiz oder Gewinnsucht bestimmt. Nur die Agape stellt die Gaben und ihren Einsatz selbstlos und wahrhaftig in den Dienst der Gemeinde.
3. Einordnung des Textes
Der Text ist zeitlich nach dem Passahfest anzusiedeln. In den Kapiteln 13-17 sind die Abschiedsreden Jesus zusammengefasst. Die Abschiedsreden Jesu an seine Jünger sind eingerahmt von zwei Handlungen Jesu: Mit der Fußwaschung Kap. 13, 1 ff. und der Fürbitte Kap. 17. Mit der Fußwaschung erweist Jesus seinen Jüngern einen Liebes- (Dienst). Normalerweise ist das Aufgabe von Dienern, den Gästen die Füße zu waschen. Daher lehnt Petrus diese Geste Jesu auch zuerst ab. Jesus gibt seinen Jüngern damit ein Beispiel, wie sie sich untereinander verhalten sollen.
Nach der Fußwaschung wird der Verräter ausgeschlossen Kap. 13,21 ff. Als Judas gegangen ist, spricht Jesus zu seinen verbliebenen Jüngern. Nur hier spricht er sie mit Kinder an V 33. Danach kündigt Jesus die Verleugnung des Petrus an. Daran schließen sich die bekannten Ich bin Worte in Kap. 14, 6 ”Ich bin der Weg, und die Wahrheit und das Leben...” an.
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Aussagen Bibeltext
Es beginnen die Abschiedsreden, die auf ihren Höhepunkt zusteuern, das sog. Hohepriesterliche Gebet (Kap 17). Jesus bereitet seine Jünger darauf vor, dass er bald nicht mehr unter ihnen sein wird. Weil Jesu letzte Worte ein Vermächtnis an seine Jünger bilden, kommt ihnen ein besonderer Stellenwert zu. In dem Text klingen die Grundworte an, die die Abschiedsreden Jesu durchziehen: verherrlichen, weggehen, lieben. V31.32 sind durch das Stichwort verherrlichen geprägt. Zunächst bezieht sich "verherrlichen" auf das unmittelbar Geschehene. In dem Moment, da der Judas hinausgeht, um Jesus zu verraten, beginnt die Verherrlichung Jesu. Sie meint hier sein Sterben und Auferstehen (12,16). Weil Jesus und der Vater eins sind (10,30), ereignet sich in seiner Verherrlichung zugleich die des Vaters. Dies wird von der breiten Öffentlichkeit nicht erkannt, sondern vollzieht sich innerhalb der glaubenden Gemeinde. Verherrlichung meint: Den Jüngern geht auf (das griechische "doxa" meint zugleich Herrlichkeit und Lichtglanz), wer Jesus tatsächlich ist: Gottes Sohn und damit Gottes Schlüsselfigur für die Welt und jeden Menschen. In V 32 wird der zukünftige Aspekt von "verherrlichen" unterstrichen. Wenn Jesus sein Lebenswerk bis hin zum Tod gehorsam ausgerichtet hat, wird er von Gott bald, d.h. unmittelbar nach seiner Auferstehung, in die ewige Herrlichkeit aufgenommen. Deshalb wird sich eine räumliche Trennung zwischen Jesus und den Jüngern Vollziehen (V 33) Diese können ihrem Herrn (noch) nicht in die göttliche Herrlichkeit folgen. Sein Weggang wird die Jünger schmerzlich irritieren: "Ihr werdet mich suchen." Jesus bereitet sie in seinen Abschiedsreden auf die veränderte Lage vor. Die Liebe der Jünger untereinander hat ihr Maß und ihre Kraftquelle in Jesus selbst: "Wie ich euch geliebt habe ..." Auf Schritt und Tritt haben die Jünger die Liebe ihres Herrn erlebt. Seine Liebe war es, die sie berufen hat. Von ihr haben sie Tag und Nacht gelebt. Nur das, was an Liebe von Jesus in seine Jünger hineinstrahlt, kann aus ihnen wieder herausstrahlen. Von Jesus geliebt zu werden, macht Christen liebeswillig und liebesfähig. Die Brücke zwischen Christen wird also weder von menschlicher Sympathie noch von gleicher Meinung in allen möglichen Fragen gebildet, sondern von der gemeinsam bei Jesus erfahrenen Liebe. Glauben und Lieben gehören untrennbar zusammen, wie wir besonders im 1.Joh erfahren. Die Liebe, in der Christen miteinander umgehen, spricht Bände. Sie wird zu einem indirekten missionarischen Signal für die Umwelt. Jesusjünger sind an der Liebe zu erkennen. Aus Zeugnissen der ersten Jahrhunderte wissen wir, dass es vor allem die Liebe der Christen untereinander war, die Außenstehende hellhörig machte, sie anzog und nach Jesus fragen ließ. Hier lag und liegt eine wesentliche Wurzel für das Wachsen christlicher Gemeinden. Den bekannten 10 Geboten wird kein "elftes Gebot" hinzugefügt. Vielmehr umfasst das Liebesgebot alle anderen Gebote und gibt ihnen erst ihren eigentlichen Sinn (Mt 22,39f).
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Ausssagen Liedtext
Das lyrische Ich weiß nicht genau, wo es hingehört. Auf der einen Seite sucht die wahre Liebe auf der anderen Seite geht es soweit, dass die eigene Rolle nicht verstanden wird, Selbstzweifel bestehen, ein Loch in der Seele besteht. Damit wird ganz gut die Situation von Heranwachsenden beschrieben, vielleicht sogar von unsren Teilnehmern. Das lyrische Ich ist hin und hergerissen zwischen den Extremen. Es sucht Jemanden ”komm halte meine Hand”. Immer wieder wird jedoch die Suche nach der wahren bzw. richten Liebe betont. Das Lied endet jedoch nicht positiv. Fazit ist, dass das lyrische Ich nicht sicher ist, ob es die eigene Rolle versteht.
Verkündigung
Ich bin nicht sicher ob ich sie (die Rolle, die mir gegeben wurde) verstehe. So endet das Lied. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Jünger Jesus verstanden haben. Ich denke nicht. Viel zu häufig wird berichtet: Und sie verstanden nichts. Die Frage von Petrus in V 36 zeigt eigentlich, dass sie (einmal wieder) nichts verstanden haben. Jesus hat seine Rolle dagegen sehr gut verstanden. Das ist auch der große Unterschied zum Lied. Jesus versteht seine Rolle. Das lyrische Ich des Liedes nicht. Auf der Suche nach der wahren Liebe findet das lyrische Ich keine Antwort für sich. Jesus gibt uns die Antwort mit dem neuen Gebot. Die wahre Liebe Gottes wird in Jesus konkret: Er liebt uns so, dass er sein Leben für uns am Kreuz gibt. Diese Liebe Gottes ist vorbehaltlos, sie ist grundlos, sie verstummt wenn es darum geht, Gründe zu suchen. Vielleicht kommt das lyrische Ich damit nicht klar, dass es keine Begründung gibt. Verliebte können sich sagen, ich liebe dich, weil du das hast oder so bist. Wahre Liebe verstummt, sie ist vorbehaltlos. Es soll herausgearbeitet werden, dass Jesu vorbehaltlose Liebe zu uns die Antworten gibt, die im Lied fehlen, bzw. nach denen im Lied gesucht wird. Jesu handeln ist Hilfestellung für unser Leben. Wenn wir uns für ihn entscheiden, dann soll seine Liebe durch uns hindurchscheinen wie in V 35 beschrieben: Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid.
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Ablauf
1. Lied hören, dazu Texte verteilen 5 min
2. Diskussion über das Lied 5 min
Vergleich der Lebenssituation, die in dem Lied beschrieben wird, mit der Lebenssituation der Teilnehmer.
3. Bibeltext Johannes 13,31-35 lesen 10 min
a.) Fragen zu Text klären
b) Den Teilnehmern anhand des Bibeltextes die Situation, in der sich Jesus befindet, verdeutlichen
4. Kurze Diskussion unter der Leitfrage: 5 min
Passt der Bibeltext zum Lied?
Dabei Überleiten mit dem Abschluss des Liedes (Jesus hat seine Rolle verstanden)
5. Verkündigung 10 min
6. Abschlussrunde 10 min
Die Liebe Jesu als Vorbildcharakter für uns
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