CVJM-Dreieck

Christlicher Verein Junger  Menschen

It´s a sin

Bibelarbeit

zu Römer 7, 17-25 und dem Song “It´s a sin” von den Pet Shop Boys

Thema: Ich will ja, aber... - Sünde

Inhaltsverzeichnis

 

Ziel:

Die Existenz der Sünde im Leben soll erkannt werden. Das Christsein soll nicht als lebenslänglicher Kampf mit der Sünde verstanden werden, bei dem das Scheitern unser Urteil für unser Leben ist. Jesus will von Sünde befreien, das ist seine Einladung.

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Exegese:

Vorbemerkung:

Sünde hat nach biblischer Sicht zwei Bedeutungen, die jedoch aufeinander wirken:

  1. Sünde ist ein Beziehungsbegriff und beschreibt die gestörte Beziehung zu Gott. Zwischen Gott und Mensch ist ein tiefer Graben (Sund), der vom Menschen nicht überwunden werden kann. Ein anderes Bild sagt aus: Sünde heißt, die Richtung ist falsch; der Mensch bewegt sich von Gott weg (Sünde als Absondern); Umkehr (Bekehrung) ändert die Richtung auf Gott zu.
  2. Die einzelnen Taten, die dem Willen Gottes widersprechen sind dann Auswirkungen der gestörten Beziehung zu Gott; oder einzelne Schritt von Gott weg.

Jesus hat durch seinen Sühnetod die Beziehung zu Gott wieder möglich gemacht. Bildlich gesehen ist das Kreuz die Brücke über den tiefen Graben, über die der Mensch zu Gott kann.
Das Böse verfolgt jedoch lebenslang die Strategie durch einzelnen Sünden (Taten) die Beziehung zu Gott zu stören. Ansatzpunkt ist dann immer das schlechte Gewissen, das uns einreden will, “Du gehörst jetzt nicht mehr zu Gott, weil Du das getan hast”.

Das sind die Zusammenhänge, die Paulus in diesem Text beschreiben will.
 

1. Nicht Entschuldigung sondern Feststellung (Verse 17 - 20)

Eigentlich lädt der Text zur psychologischen Entschuldigung geradezu ein. Wir sind es doch gar nicht! Wir sind fremdbestimmt; geprägt von unserer Erziehung und Umwelt ...

Diesen Weg geht Paulus nicht; Paulus stellt die Sünde im Leben fest. Er sieht auch, das der Mensch im Grunde gar nicht anders kann; trotzdem ist er verantwortlich und muß mit seiner Situation fertig werden. Die erste Tatsache ist sein Menschenbild: “Das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf” 1.Mo.8,21 Dies ist das nüchterne Menschenbild der Bibel auch nach der Sintflut. Auch an dieser Tatsache reibt sich der moderne Mensch, der gerne an den guten Kern im Menschen glauben will.

Die zweite Tatsache ist die erlebte Fremdeinwirkung des Bösen, trotz des guten Willens. Die leidvolle Erfahrung des Versagens begleitet das christliche Leben. Nach Gottes Rechtsprechung sind wir verantwortlich und damit immer wieder schuldig.
 

2. Versagen ist normal im Leben des Christen (Verse 21 – 23)

Mit dieser Schmach müssen wir leben. Trotz guten Willens werden wir immer versagen. Um so mehr sollen wir uns über jede durchstandene Versuchung freuen. Denn Jesu will nicht, daß wir aufgeben. Nicht wie einige Irrlehrer verbreiteten: Sündigt nur, Ihr könnt ja doch nichts dagegen machen und die Gnade Jesu ist hinterher um so größer.

Dieses spannungsvolle Leben in der Versuchung ist die normale biblische Regel des christlichen Lebens. Es ist wichtig, dies zu begreifen, es läßt das Versagen leichter ertragen.
 

3. Jesus befreit (Verse 24 – 25 und Ausblick 8,1)

Paulus leidet unter dieser Regel des Lebens, so wie auch jeder andere Mensch, der Jesus nachfolgen möchte, darunter leidet. Aber Jesus befreit. Durch seinen Tod am Kreuz hat er die rechtlichen Grundlagen zur Erlösung geschaffen. Jede Schuld, mag sie auch noch so schwer erscheinen, wird dem vergeben, der damit zu Jesus kommt. So will Paulus, daß wir durch seine Erläuterung zu einem nüchternen Lebensstil finden. Wir folgen aus Dankbarkeit Jesus nach und weil wir mehr und mehr erfahren, daß sein Weg der beste Weg für unser Leben ist. Aber das Scheitern ist unser Begleiter. Genauso ist aber auch die beglückende Erfahrung der Vergebung mein Begleiter. Mein Scheitern, die biblische Regel des christlichen Lebens hält mich auf dem Teppich. Sie bewahrt mich davor bei Gott irgendwelche Ansprüche auf eigene Verdienste anzumelden. Der gesamte Trost des christlichen Glaubens wird von Paulus in Kap.8,1 zusammengefaßt: “So gibt es nun keine Verdammnis mehr für die, die in Jesus Christus sind (an ihn glauben).” Diesen Gedanken führt Paulus dann im Kapitel 8 weiter aus. Es gehört zu den schönsten und wichtigsten Kapiteln der Bibel. Nicht nur Luther hat mit diesem Kapitel begriffen, was “Rettung allein aus Gnade” bedeutet. Jeder der mehr über das Christsein erfahren möchte sollte Römer 8 sehr intensiv lesen und dann mit einem Christen seines Vertrauens darüber reden.

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Ablauf, Methoden, Material:

1. Brainstorming zum Begriff “Sünde”

    Ein weißer Bogen Papier wird mit dem Wort Sünde (sin) beschriftet. Die Teilnehmer sollen mit Edding ihre Worte und Gedanken formulieren.

2. Gespräch über die Brainstormingergebnisse. Leitfragen:

    - Was ist Sünde?
    - Ist Sünde schlimm?
    - Ist der Mensch gut oder böse?

3. Liedvortrag:   It’s a sin  (Texte verteilen)

4. Gespräch über das Lied. Leitfragen:

    - Kenne ich dieses Lebensgefühl?
    - Braucht der Sänger einen Psychater? Was macht der?
    - Was sage ich so einem Menschen?

5. Bibeltext Röm. 7, 17 – 25 lesen (Text aus Guter Nachricht verwenden)

6. Gespräch über den Bibeltext; dabei soll die Auslegung einfließen. Wichtig dabei ist:

    - Sünde im Leben des Mensch ist Realität (Erläuterung des biblischen Begriffs Sünde)
    - Nachfolge steht in der Spannung zwischen Erfolgen und Scheitern (Das Scheitern ist normal)
    - Jesus vergibt jede Sünde

Quellen: Mitarbeiterhilfe 5/80 Seite 8
             Jürgen Blunck - “Bausteine für die Bibelarbeit II”, Seite 54

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                          It´s a sin - Pet Shop Boys

 

When I look back upon my life,
It’s always with a sense of shame,
I’ve always been the one to blame.

For everything I long to do,
No matter when or where or who,
Has one thing in common, too.
It’s a, it’s a, it’s a, it’s a sin, it’s a sin.
Everything I’ve ever done, everything I ever do,
Every place I ever been,
Everywhere I’m going to – it’s asin.

At school they taught me how to be,
so pure in thought and word and deed,
They didn’t quite succed.

For everything I long to do,
No matter when or where or who,
Has one thing in common, too.
It’s a, it’s a, it’s a, it’s a sin, it’s a sin.
Everything I’ve ever done, everything I ever do,
Every place I ever been,
Everywhere I’m going to – it’s a sin.

Father, forgive me,
I tried not to do it,
Turned over a new leaf,
Then tore right through it.
Whatever you taught me,
I didn’t believe it,
Father you fought me
`Cause I didn’t care,
and I still not understand.

So I look back upon my life,
Forever with a sense of shame,
I’ve always been the one to blame.

For everything I long to do,
No matter when or where or who,
Has one thing in common, too.
It’s a, it’s a, it’s a, it’s a sin, it’s a sin.
Everything I’ve ever done, everything I ever do,
Every place I ever been,
Everywhere I’m going to – it’s asin.

It’s a, it’s a, it’s a, it’s a sin, it’s a sin.
It’s a, it’s a, it’s a, it’s a sin, it’s a sin.

Wenn ich auf mein Leben zurückblicke,
ist es immer mit einem Gefühl von Scham,
ich war immer derjenige, der es verschuldet hat.

Denn alles, was ich gerne tun würde,
egal wann, oder wo oder mit wem,
alles hat eins gemeinsam.
Es ist eine, es ist eine, es ist eine, es ist eine Sünde.
Alles, was ich je getan habe, alles, was ich je tun werde,
jeder Ort an dem ich je war,
wo immer ich hingehen werde – es ist eine Sünde.

In der Schule brachten sie mir bei, wie ich sein sollte,
so gut in Gedanken, Wort und Tat,
sie waren nicht ganz erfolgreich

Denn alles, was ich gerne tun würde,
egal wann, oder wo oder mit wem,
alles hat eins gemeinsam.
Es ist eine, es ist eine, es ist eine, es ist eine Sünde. Alles, was ich je getan habe, alles, was ich je tun werde,
jeder Ort an dem ich je war,
wo immer ich hingehen werde – es ist eine Sünde.

Vater, vergib mir,
ich versuchte, es nicht zu tun,
ich begann ein neues Leben,
dann zerstörte ich es wieder.
Was immer du mir beibrachtest,
ich glaubte es nicht,
Vater, du kämpftest mit mir,
weil mir alles egal war
und ich verstehe es noch immer nicht.

Ich blicke also zurück auf mein Leben,
immer mit einem Gefühl von Scham,
ich war immer derjenige, der es verschuldet hat.

Denn alles, was ich gerne tun würde,
egal wann, oder wo oder mit wem,
alles hat eins gemeinsam.
Es ist eine, es ist eine, es ist eine, es ist eine Sünde.
Alles, was ich je getan habe, alles, was ich je tun werde,
jeder Ort an dem ich je war,
wo immer ich hingehen werde – es ist eine Sünde.

Es ist eine, es ist eine, es ist eine, es ist eine Sünde.
Es ist eine, es ist eine, es ist eine, es ist eine Sünde.

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